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Ultraschall breitet sich in Flüssigkeiten als Längswelle aus. Im Behälter bilden sich in physikalisch bestimmten Abständen bänderartige Zonen (Beispiel stehende Welle). Innerhalb dieser Bereiche wechseln sich Unter- und Überdruckphasen ab. Bei z.B. 30 kHz bedeutet dies 30'000x Unter- und 30'000x Überdruck pro Sekunde. Bei genügender Intensität wird während der Unterdruckphase der Siedepunkt der Flüssigkeit so weit herabgesetzt, dass sie partiell in den gasförmigen Zustand übergeht - sie verdampft. Es entstehen unzählige kleinster Dampfbläschen, die in der jeweils anschliessenden Überdruck-phase wieder schlagartig zusammenfallen - sie kondensieren. Bei diesem Vorgang entstehen im Ultraschalltakt energiereiche Mikroschockwellen. Diese üben lokale Schläge auf die Oberfläche von eingetauchten Teilen aus. Dieser Effekt (in der Fachsprache Kavitation genannt) eignet sich hervorragend zum Reinigen von festen Oberflächen. Er entsteht überall, wo Flüssigkeit und eine genügend hohe Ultraschall-Intensität vorhanden ist.
Teile mit unregelmässigen und/oder komplizierten Formen bieten sich für diese Methode geradezu an, denn sie sind für andere Reinigungsmethoden nur schwer bis gar nicht zugänglich. Ultraschall durchdringt (je nach Werkstoff mehr oder weniger) auch dünnwandige Teile. Sofern auch dort Flüssigkeit vorhanden ist, findet da ebenfalls ein Reinigungseffekt statt. |